Welches Entgelt bekommt man als QuartiersbetreiberIn für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen?

BetreiberInnen eines organisierten Quartiers für AsylwerberInnen erhalten derzeit maximal 21 Euro pro AsylwerberIn und Tag.

Hierbei handelt es sich um keinen Pauschalbetrag sondern um einen Tageshöchstsatz. Das tatsächlich ausgezahlte Entgelt ist an bestimmte Kriterien (z.B.: Versorgungsform, Betreuungsumfang, …) gebunden und kann von Bundesland zu Bundesland variieren. Das Entgelt wird im Vertrag mit dem Land festgelegt.

Orientierungswerte für das Entgelt 

(Stand: Juli 2016)

  • Vollversorgung: Tageshöchstsatz von 21 Euro pro AsylwerberIn für Versorgung und Unterbringung.  Die Flüchtlinge bekommen zusätzlich ein monatliches Taschengeld von 40 Euro vom Land.
  • Teilversorgung: Tageshöchstsatz von 21 Euro pro AsylwerberIn. Die Teilversorgung kann verschieden geregelt sein. Üblicherweise müssen vom Tagessatz 110 Euro monatlich an die BewohnerInnen weitergegeben werden. Damit ist in der Teilversorgung mit einem Tagessatz von maximal ca. 15,30 Euro zu rechnen. Die Flüchtlinge bekommen zusätzlich ein monatliches Taschengeld von 40 Euro vom Land.
  • Selbstversorgung: Tagessätze von 10 Euro in Kärnten, über 11 Euro im Burgenland, 12 Euro in der Steiermark und 12,50 Euro in Salzburg bis hin zu 13,50 Euro in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg. In Tirol hängt das Entgelt für Unterkünfte mit Selbstversorgung von der Qualität und Größe des Quartiers ab. Die BewohnerInnen erhalten zusätzlich ein Verpflegungsgeld von bis zu 5,50 Euro am Tag vom Land, jedoch kein Taschengeld.

Je mehr Versorgungsleistungen man als QuartiergeberIn anbietet, desto höher ist das Entgelt.