Was versteht man unter organisierter Unterbringung?

Wenn sie über größere Räumlichkeiten in Österreich verfügen, können Sie diese als organisierte Unterkunft für AsylwerberInnen führen. Verträge werden hierfür mit dem Bundesland abgeschlossen, in dem Ihre Immobilie liegt.  Sowohl Gastgewerbebetriebe, Firmen, NGOs als auch Private können mit dem Bundesland Verträge zur Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen abschließen.*

Dabei können verschiedene Versorgungsformen (Vollversorgung, Teilversorgung, Selbstversorgung) vereinbart werden. Je nach Versorgungsform ist der / die QuartiergeberIn für mehr oder weniger Versorgungsleistungen zuständig.

Die Höhe des Entgelts hängt von den angebotenen Verpflegungsleistungen ab. QuartierbetreiberInnen erhalten das vereinbarte Entgelt direkt vom Bundesland.

Sowohl NGOs als auch Firmen und Private können organisierte Quartiere in Österreich betreiben.* Bei privaten Betreibern erfolgt üblicherweise eine mobile soziale Betreuung durch NGOs. MitarbeiterInnen dieser Einrichtungen besuchen die AsylwerberInnen vor Ort in den Asylquartieren.

*In Wien werden Verträge für organisierte Unterkünfte nicht mit Privatpersonen, sondern nur mit Vereinen oder NGOs abgeschlossen. Wollen Sie als Privatperson ein Quartier in Wien errichten, dann können Sie Ihre Immobilie an eine NGO, die Flüchtlingsunterkünfte anbietet, privat vermieten.