Welche Art von Mietvertrag wird benötigt?

In Österreich kann entweder ein vergebührter Mietvertrag/Untermietvertrag oder ein Prekariumsvertrag abgeschlossen werden. Mustermietverträge in deutscher und englischer Sprache stehen Ihnen unter Downloads zur Verfügung.

Vergebührter Mietvertrag/Untermietvertrag

Bei einem vergebührten Mietvertrag bzw. Untermietvertrag müssen die mietrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Fällt der Wohnraum unter Teil- oder Vollanwendung* des Mietrechtsgesetzes beträgt die Mindestlaufzeit 3 Jahre. Ein geringer Mietzins kann verlangt werden. Bei Untermietverträgen ist zu klären, ob im Hauptmietvertrag ein „Verbot der Untervermietung“ enthalten ist. Solange aber der/die HauptmieterIn selbst noch in der Wohnung lebt, ist dies gewöhnlich nicht gültig. Sollte es sich um eine gänzliche Untervermietung handeln, muss dies mit dem Vermieter geklärt werden. Mehr dazu

Prekariumsvertrag

Ein Prekariumsvertrag liegt vor, wenn die Räumlichkeiten unentgeltlich zum Gebrauch überlassen werden. Verrechnet werden können nur die verbrauchsabhängigen Betriebskosten. Es wird vereinbart, dass die Gebrauchsüberlassung jederzeit widerrufen werden kann. Das Mietrechtsgesetz ist nicht gültig. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, sollte eine beidseitige Kündigungsfrist von mind. einem Monat vereinbart werden.

Achtung: AsylwerberInnen erhalten in einigen Bundesländern (Oberösterreich, Steiermark, Wien, Vorarlberg) derzeit keinen Mietzuschuss mit einem Prekariumsvertrag. In den anderen Bundesländern richtet sich der genehmigte Mietzuschuss nach der Höhe der vereinbarten Wohnkosten (Betriebskosten).

*Nicht unter das MRG fallen Mietgegenstände in einem Gebäude mit nicht mehr als zwei selbständigen Wohnungen oder Geschäftsräumlichkeiten (z.B. Ein/Zweifamilienhäuser).