Können Flüchtlinge das Bundesland, in dem sie wohnen, wechseln?

Das hängt vom Status des Flüchtlings ab:

AsylwerberInnen werden einem Bundesland zugewiesen und können dieses während des Asylverfahrens in der Regel nicht wechseln. Nur in Ausnahmefällen (z.B. Familienzusammenführung mit der Kernfamilie) kann ein Wechsel des Bundeslandes genehmigt werden. Dazu muss im Vorhinein (!) ein Antrag auf Wechsel des Bundeslandes beim zuständigen Aufnahme-Bundesland gestellt werden. Anfragen werden zwischen den Grundversorgungsstellen der Länder abgewickelt. Wenn eine Gebietsbeschränkung vorliegt (häufig bei “grüner Karte”) kann das Bundesland nicht gewechselt werden.

Subsidiär Schutzberechtigte können sich grundsätzlich frei in Österreich bewegen. Einschränkungen gibt es, wenn diese noch in Grundversorgung sind. In der Praxis werden sie von anderen Bundesländern (bis auf Wien) nicht mehr in die Grundversorgung aufgenommen. Es gilt also im Vorhinein zu klären, ob bei einem Bundeslandwechsel Leistungen, wie die bedarfsorientierte Mindestsicherung, bezogen werden können. (Im Burgenland, Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark erhalten subsidiär Schutzberechtigte keine Mindestsicherung.)

Asylberechtigte können sich frei in Österreich bewegen. Die private Unterbringung muss nicht erst genehmigt werden. Ausnahme: Asylberechtigte in Grundversorgung. Hier muss die private Unterbringung zumindest gemeldet werden.